Der erste Monat des Jahres ist vorbei und ich möchte diesen Post nutzen, um den Januar Revue passieren zu lassen. Ich finde, Januar ist immer ein interessanter Monat – man hat Vorsätze und verwirft Vorsätze – man denkt sich „NEW YEAR NEW ME“ – aber im Endeffekt ist doch alles genauso wie im Dezember nur ohne Weihnachtsbeleuchtung und mit ein bisschen mehr Tageslicht.
Im Januar enden jedoch auch die Rauhnächte, ein kleines Ritual, welches ich zum zweiten Mal mache, bei dem man am 21.12 dreizehn Wünsche aufschreibt für das neue Jahr und ab dem 25.12 jede Nacht einen dieser Zettel verbrennt. Am Ende bleibt ein Zettel übrig und diesen Wunsch muss man sich selbst erfüllen, die anderen 12 Wünsche erfüllt das Universum (Naja, zumindest ist das der Best Case. Und wir manifestieren hier den Best Case).
Durch den plötzlichen und ehrlicherweise auch überraschenden Wintereinbruch direkt an Neujahr bin ich anders in das Jahr gestartet als ich es geplant habe. Ich habe Silvester nicht bei meinem besten Freund verbracht, sondern war zu Hause und auch die ersten beiden Tage des Jahres habe ich wegen des Wetters zu Hause verbracht. Doch diese verschneite Winterwunderland-Landschaft hat definitiv auch ihre Vorteile wie man auch an den Bildern unten erkennen kann hihi
Meine zweite Januar-Hälfte war geprägt von Uni, ich habe über die Feiertage fast nichts gemacht und umso mehr hatte ich im Januar zu tun. Und ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, dass es mich nicht an meine Grenzen gebracht hat. Aber hoffentlich konnte ich möglichst viel von der verlorenen Arbeitszeit wieder aufholen.


Zwei fiktive Ice Hockey Spieler waren always on my mind
Ich komme aus der Generation Wattpad und AO3 und habe meine komplette Jugend damit verbracht „One Direction“-Fanfiction gelesen. Und ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass ich OBSESSED war mit Larry Stylinson. Genau dieses Level von Obsession habe ich nun wieder erreicht – nur dieses Mal bin ich Mitte 20 und hätte niemals damit gerechnet, dass ich noch einmal so eingenommen von einer Serie bzw. auch einer Buchreihe werde.
Aber nochmal alles auf Anfang: Was ist überhaupt „Heated Rivalry“?
Ich übertreibe kein bisschen, wenn ich sage, dass diese Serie die beste Serie ist, die ich seit Jahren gesehen habe.
Ich fasse den Plot möglichst knapp und so spoilerfrei wie möglich zusammen:
Heated Rivalry basiert auf dem gleichnamigen Roman von Rachel Reid und erzählt die Geschichte zweier Eishockey-Profis Shane Hollander aus Kanada und Ilya Rozanov aus Russland, die auf dem Eis erbitterte Rivalen sind – und abseits davon in eine intensive, heimliche Beziehung geraten. Was als körperliche Anziehung und Konkurrenz beginnt, entwickelt sich über Jahre hinweg zu etwas Komplexerem: geprägt von Machtkämpfen, Nähe und der Frage, wie viel Raum Liebe in einer Welt hat, die von Öffentlichkeit, Leistungsdruck und Männlichkeitsbildern bestimmt ist. Dabei bewegt sich die Serie zwischen Leidenschaft und Verletzlichkeit und zeigt, wie schwierig es sein kann, Gefühle zuzulassen, wenn alles dagegen spricht
Was diese Serie aber so besonders macht, ist dass sie nicht auf Hochglanz poliert ist wie eine Hollywood-Produktion, es ist eine Low-Budget-Produktion aus Kanada und die Serie lebt von der Chemie zwischen den Hauptdarstellern und der greifbaren Spannung. Sie schafft es perfekt zwischen sehr, sehr, sehr spicy Szenen und zutiefst ergreifenden Szenen hin und her zu schwenken. Es wundert mich deswegen auch kein bisschen, dass die Serie eine der besten IMDb-Bewertungen aller Zeiten bekommen hat. Vor allem Folge 5 und 6 haben besonders mitgenommen aber wenn ich ehrlich bin habe ich wahrscheinlich bei jeder Folge mindestens 1x geweint. Vor Allem Ilya und die Tatsache, dass er aus Russland kommt aber auch generell seine Charakterentwicklung innerhalb dieser Staffel finde ich besonders spannend.
Ich habe bis jetzt die ersten 5 Bände der Reihe gelesen und bin wirklich in diesen Büchern versunken. Ich kann es gar nicht verstehen, dass ich tatsächlich gerade das aller letzte Buch der Reihe lese. (Ps: Die Geschichte aus „Game Charger“ wird tatsächlich auch in der Serie aufgriffen)
Meine Spotify Playlist inspiriert von Heated Rivalry
Ja, die Serie hat mich so sehr vereinnahmt, dass ich sogar jetzt eine passende Spotify-Playlist habe (Don’t judge me haha).
Aber mit der Playlist auf den Ohren habe ich immerhin meine persönliche Bestzeit über 5km gelaufen also kann ich ganz offiziell sagen, sie funktioniert perfekt als Workout-Playlist.
Auf die Gefahr hin, dass man mir meine Obsession noch mehr anmerkt, habe ich auch schon Tickets für die Heated Rivalry-Club-Night in Frankfurt am 07. März und ich kann es kaum abwarten, vor allem weil ich das letzte Mal in London feiern war.
Ich könnte wahrscheinlich einen ganzen Blogpost im Essay-Stil darüber schreiben wieso diese Serie so ein gesellschaftliches Phänomen ausgelöst hat und sie einen einfach nicht mehr los lässt. Einige Medien haben ja auch schon darüber berichtet, warum die Serie vor allem bei heterosexuellen Frauen gut ankommt, darüber kann ich mir ja nicht wirklich ein Urteil erlauben, weil ich die Serie zwar als Frau aber eben als queere Frau beurteile. Aber ich glaube was mich an der Serie anzieht ist das vollkommene Gleichgewicht zwischen unseren Protagonisten, es gibt kein Machgefälle oder einfach nur Misogynie. Nein, die beiden sind völlig ebenbürtig.
Mal ganz davon abgesehen wie wunderschön ich es finde, dass eine kanadische Low-Budget-Serie so viel Impact hat, dass sich SportlerInnen outen und Heated Rivalry als ihre Inspiration nennen.
Meine Buch Highlights im Januar
Ich habe im Januar einige Bücher gelesen und in diesem Post will ich euch zum einen zeigen, welche Bücher ich gelesen habe, zum anderen, welche davon mir wirklich in Erinnerung geblieben sind.
Ich habe „Gym“ von Verena Kessler schon einen eigenen Post gewidmet. Es ist ein kurzes Buch, aber ich habe es wirklich nahezu verschlungen und es ist definitiv eine Empfehlung von mir.
Ein anderes Highlight war „Der Zauberberg“ von Thomas Mann. Ich habe schon länger keinen Klassiker mehr gelesen, umso glücklicher war ich, dass mich dieses Buch wirklich in seinen Bann gezogen hat. Ich weiß nicht, ob und wenn ja wann ich je ein so langes Buch gelesen habe, aber es hat sich definitiv gelohnt. „Der Zauberberg“ war wirklich genau meins, vor allem gegen Ende fand ich die sich zuspitzende Lage wirklich sehr fesselnd.
Ein weiteres Buch, das mir im Januar sehr positiv im Kopf geblieben ist, war „Guncle“ von Steven Rowley. Ich mochte vor allem den Humor und die vielen Popkultur-Referenzen, die sich durch das ganze Buch ziehen und es total leicht, aber nie oberflächlich wirken lassen. Gerade diese Mischung aus Witz, Herz und kleinen emotionalen Momenten hat es für mich zu einer richtig angenehmen Lektüre gemacht.
Mein persönliches Bücher-Low-Light war „Pick me girls“ von Sophie Passmann und ich muss gar nicht viel zu diesem Buch sagen außer, dass meine Tagebuch-Einträge mit 12 wahrscheinlich reflektierter waren und mehr Tiefe hatten.

Was ich mir im Januar angeschaut habe...
Da man leider nicht einfach Letterboxd hier einfügen kann, dachte ich mir das ich euch trotzdem meine Film und Serien Highlights nicht vorenthalten kann oder will. Ich hab versucht mich möglichst kurz zu halten und immer direkt zu erwähnen wo ihr den Film/die Serie schauen könnt.
Mutter -Tochter-Rivalinnen?
Ich liebe Dokus und ich liebe Romy Schneider, diese Doku hat beides verbunden und sich dabei nicht nur auf Sissi oder ihren tragischen Tod berufen, sondern hat viele Facetten von ihr und ihrer Mutter gezeigt
Außerdem war es ein Pluspunkt, dass „Mädchen in Uniform“, einer meiner Lieblingsfilme, erwähnt wurde.
Schauen könnt ihr die Doku in der ARD und Arte Mediathek
Islands
Ich liebe Jan Ole Gerster und seine Filme, da sie oft sehr unaufgeregt sind und dennoch alles andere als langweilig.
In meiner Letterboxd Review habe ich es wie folgt zusammengefasst: „Die verwegene Version von Joko Winterscheid wird mehr oder wenig freiwillig zu einem Samenspender. Oder wie würdet ihr den Plot zusammenfassen?
(Aktuell verfügbar auf WOW)
Der Bergdoktor
Ja, ich gebe es zu, in meinem Herzen bin ich schon 85 und ich LIEBE Rentnerserien.
Deswegen freue ich mich auch jedes Jahr aufs neue, wenn der Bergdoktor wieder losgeht und ich muss sagen, das mein erster Eindruck von der Staffel wirklich vielversprechend ist.
Anschauen könnt ihr den Bergdoktor in der ZDF Mediathek und immer Donnerstags gibt es neue Folgen
Silent Friend
Ich habe diesen Film gesehen und wusste vorher genau eine einzige Sache über ihn: Er spielt in Marburg.
Selten hatte ein Film so eine entspannende Wirkung auf mich, ich war im Kino und ich war wirklich tiefenentspannt wahrscheinlich hätte ich sogar einschlafen können und ich liebe es wenn Filme so eine meditative Wirkung haben
Siltent Friend läuft aktuell im Kino

Ich liebe Dokus und ich liebe Romy Schneider, diese Doku hat beides verbunden und sich dabei nicht nur auf Sissi oder ihren tragischen Tod berufen, sondern hat viele Facetten von ihr und ihrer Mutter gezeigt
Außerdem war es ein Pluspunkt, dass "Mädchen in Uniform", einer meiner Lieblingsfilme, erwähnt wurde.
Schauen könnt ihr die Doku in der ARD und Arte Mediathek
In meiner Letterboxd Review habe ich es wie folgt zusammengefasst: "Die verwegene Version von Joko Winterscheid wird mehr oder wenig freiwillig zu einem Samenspender. Oder wie würdet ihr den Plot zusammenfassen?
(Aktuell verfügbar auf WOW)Ja, ich gebe es zu, in meinem Herzen bin ich schon 85 und ich LIEBE Rentnerserien.
Deswegen freue ich mich auch jedes Jahr aufs neue, wenn der Bergdoktor wieder losgeht und ich muss sagen, das mein erster Eindruck von der Staffel wirklich vielversprechend ist.
Anschauen könnt ihr den Bergdoktor in der ZDF Mediathek und immer Donnerstags gibt es neue Folgen

Ich habe diesen Film gesehen und wusste vorher genau eine einzige Sache über ihn: Er spielt in Marburg.
Selten hatte ein Film so eine entspannende Wirkung auf mich, ich war im Kino und ich war wirklich tiefenentspannt wahrscheinlich hätte ich sogar einschlafen können und ich liebe es wenn Filme so eine meditative Wirkung haben
Siltent Friend läuft aktuell im KinoMeine Podcast und Hörbuch Highlights im Januar
Ich habe im Januar die ARD Audiothek für mich entdeckt und möchte auch direkt zwei meiner Highlights mit euch teilen.
Zum einen habe ich das Hörbuch zu „Sturmhöhe“ bzw. „Wuthering Heights“ von Emily Brontë gehört. Ich habe das Buch vor Ewigkeiten schon mal gelesen, wollte aber meine Erinnerungen auffrischen, bevor im Februar der Kinofilm von Emerald Fennell rauskommt. Das Hörbuch habe ich vor allem beim Laufen gehen gehört und ich habe es als sehr entspannend wahr genommen.
Mein zweiter Tipp aus der ARD Audiothek ist ein bisschen heavy, es geht um den Podcast „I will survive“ über die Überlebenden der Aids-Krise in München. Und ich würde lügen, wenn ich sage, dass es mich nicht mitgenommen hat. Trotzdem fand ich diesen Podcast und die unterschiedlichen Blickwinkel der Überlebenden außerordentlich spannend, vor allem da bei diesem Thema der Fokus fast immer nur bei den Verstorbenen ist und die Überlebenden oft in den Hintergrund geraten.
Harry Styles ist zurück!!!
Die Rückkehr von Harry Styles war definitiv eines meiner Highlights des Januars – auch wenn meine Euphorie durch die hohen Ticketpreisen – und vor allem dem Einsatz von Dynamic Pricing getrübt wurde.
Nichtsdestotrotz hat dieser Mann mich natürlich immer noch in seinem Bann und mein Kontostand war schon 3 min nach der Album-Ankündigung deutlich angeschlagen. (Und da war die Tour noch nicht mal angekündigt haha)
Als dann „Aperture“ rauskam und wir somit auch den ersten kleinen Sneak Peek in sein Album bekommen haben, war ich direkt hyped. Denn mein größter Wunsch für dieses Album ist, dass es ein Anti-Life-of-a-Showgirl wird. Ich hoffe es wird exzessiv, laut, unkonventionell, ein Party-Album, Berghain-vibes und vor allem auch ein sehr sexuell aufgeladenes (hoffentlich auch queeres) Album. Also das Gegenteil von einem Trad-Wife- und MAGA Album.
Über das Debakel dieser Tour und des Vorverkaufs könnte ich mich ewig aufregen, aber es wäre einfach scheinheilig, da ich trotzdem 3x zur Tour gehe und mich vor allem auf Amsterdam und die Closing-Night in London mit Shania Twain sehr freue.
Was mich im Januar sonst noch bewegt hat...
Der Januar war wettertechnisch eine einzige Katastrophe für meine Halbmarathon-Vorbereitung. Ich konnte gefühlt kaum draußen laufen gehen und ich hasse es, auf dem Laufband zu laufen, wenn ich aber dann doch einmal durch den eisigen und verschneiten Wald rennen konnte, habe ich sehr von meinen Gore-Tex-Laufschuhen profitiert. Ich hasse wirklich wenig so sehr wie mit nassen Füßen durch den Matsch zu rennen. Allerdings hoffe ich, dass sich das Wetter langsam einkriegt und ich endlich wieder normal laufen gehen kann. Dass der Winter, in dem ich für einen Halbmarathon trainiere, der erste wirkliche Winter seit Jahren ist, ist auch einfach ein unglücklicher Zufall.
Ein weiteres Highlight war mein Kindle. Ich hab es nach Jahren nochmal aus dem Schrank geholt und kann es gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich habe diesen Januar 15 Bücher gelesen und ohne mein Kindle wären es definitiv weniger gewesen, irgendetwas an diesen Gerät macht einfach süchtig auf die allerbeste Art und Weise.
Ich hoffe dieser Post hat euch gefallen. Ich freue mich wirklich sehr wieder hier aktiv zu sein und meine Gedankenwelt mit euch teilen zu können.
Bis zum nächsten Mal
